Die Strukturale Medienbildung ist eine noch recht junge medienpädagogische Forschungsrichtung, welches auf Basis der strukturalen Bildungstheorie von Winfried Marotzki (1990) Bildungsprozesse und -potentiale im Kontext medialer Architekturen untersucht. Begründet wurde der Ansatz von Marotzki und Jörissen (2009) und versteht sich als Gegenentwurf zu Konzepten von Medienkompetenz. Das Seminar thematisiert primär anhand von Literatur die Entstehung des Forschungsansatzes und den anhaltenden Diskurs.

Das Seminar zielt darauf ab sich einen Überblick über verschiedene filmtheoretische Zugänge zu verschaffen, dazu dient als grobe Orientierung das Buch Moderne Film Theorie von Jürgen Felix. Relevante Stichworte des Sammelbandes sind das Autorenkino, Genretheorie, Filmsemiotik, Film-Philosophie, Neoformalismus oder auch Intermedialität. Von den neun Kapiteln des Bandes soll eine Auswahl im Seminar bearbeitet und damit der Blick für filmtheoretische Ansätze geweitet werden. Ebenso wird die Frage aufgeworfen, wie Strukturale Medienbildung dieser Zugänge womöglich aufgreifen kann.

Dieses Seminar thematisiert die sowohl parallel als auch gegenläufigen Entwicklungen im Bereich der Fotografie und des Films anhand von medialen Beispielen und einschlägigen Fachtexten. Dabei werden sowohl Entstehungsgeschichte als auch Analysemethoden und verschiedene historische Phasen aufgegriffen. 

Anhand von Spielfilmen sollen die spezifischen Eigenschaften und Ausprägungsformen von Jugendkultur in der medialen Darstellung untersucht werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird eine kurze Einführung in die neoformalistische Filmanalyse nach Bordwell & Thompson erfolgen und es wird ein Fokus auf die Methodologie und das Entwickeln einer filmspezifischen Methode zur Analyse gelegt. Das Seminar weicht dafür vom üblichen Präsentationsformat ab, besonders in der ersten Hälfte des Seminars soll eine detaillierte Filmanalyse eines thematisch passenden Films gemeinsam erarbeitet werden.

Das Seminar hat zum Ziel, eines der wichtigsten Werke zur Medientheorie des 20. Jahrhunderts zu bearbeiten. Marshall McLuhans Verständnis von Medien ist facettenreich und nicht unumstritten, Aussagen wie "Das Medium ist die Botschaft" oder Begriffe wie das "globale Dorf" werden jedoch auch heute noch regelmäßig aufgegriffen und diskutiert. In seinem bekanntesten Werk "Understanding Media" formuliert er seine Medientheorie aus, nimmt eine Unterscheidung in heiße und kalte Medien vor und erläutert diese an diversen Beispielen. Zentrale Aufgabe im Seminar wird es sein das Buch "Understanding Media / Die magischen Kanäle" zu lesen und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Dazu kann eine englische Originalfassung oder eine deutsche Übersetzung verwendet werden, die unten angegebene englische Neuauflage ist aber aufgrund von besserer Verfügbarkeit die Vorgabe für das Seminar (Referenz für Seiten etc.).